Wald
Schornsteinfegermeisterbetrieb Stephan Gündling

Unser Wald...!

©2007 Richard Bartz - Wikimedia Commons- Makrofoto einer Art der Roten Waldameise

Die rote Waldameise,

ist in Deutschland mit ihren Nestern nach der Bundesarten- schutzverordnung besonders geschützt und steht laut der Ro- ten Liste gefährdeter Arten in Deutschland auf der Vorwarn- liste (Kategorie V).

Hinweis: Einzelne Bundesländer Deutschlands beurteilen die Situation unterschiedlich.

Im Jahr 2000 waren in diesem Bereich  gerade einmal 7 Amei- senbauten. Heute sind es in diesem Areal von Süd-Osten nach Nord-Westen auf einer Länge von ca. 500 Meter insgesamt 52 Hügel.

Ein Spaziergang mit „Folgen”...

 

Bei einem Spaziergang mit meinen Hunden fiel mir in der Gemarkung „Fuchslöcher“ und „Bergwiese“ (siehe Karte) auf, dass der befestigte Feldweg an einigen Stellen stark durchnässt war. Schnell ließ sich die Ursache feststellen. Das Wasser einer Quelle eines ehemaligen Sandsteinbruchs. Dieses floss in den vergangenen Jahren immer am Rand dieses Weges in einem kleinen Wassergraben Richtung Westen. Nach ca. 60 Metern wurde dieses durch einen Wasserdurchlauf, eine „zweckentfremdete“ Leitplanke über den Weg in eine angrenzende Wiese geleitet. Das Befahren des Weges mit einem breiten und schweren Traktor, führte dazu, dass Graben und Durchlauf komplett zerstört wurden.

Für die Ameisen, im betroffenen Bereich befinden sich heute immerhin 25 Bauten, fatal und eine Katastrophe.

Kein typisches Siedlungsgebiet der roten Waldameise
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Revierförster, erklärte mir dieser, dass es untypisch sei an solch einem Standort eine derart hohe Zahl von Ameisenbauten zu finden und das noch unter solchen Bedingungen. Das erstaunliche ist bei diesen Waldameisen, dass sie ihre Bauten in der Regel aus Kiefernadeln, zerkautem Blattwerk und Grashalmen bauen. Die Bewaldung im Bereich der Fuchslöcher besteht im Süd-Östlichen auf Kiefern und Laubbäumen und im Nord-Westlichen nur aus Laubbäumen.

Mit unserem Ortsvorsteher Sebastian Tent besprach ich welche „Rettungsmaßnahmen” möglich seien. Schon nach wenigen Tagen am 01.05.2021 haben wir dann gemeinsam den ersten Abschnitt in Angriff genommen. Es wurde der zerstörte Wasserdurchlass in einer drei stündigen Aktion wieder voll funktionsfähig gemacht, die im Laufe der Jahre eingesunkenen Leitplanke wurde angehoben und mit Gefälle wieder wegbündig und stabilisiert eingebaut, der zugefahrene Wassergraben wurde wieder mit Gefälle regeneriert. So dass das Quellwasser wieder de unge- hinderten alte verlauf fließen kann. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir bei dieser Aktion von den restlichen Ortsbeiratsmitgliedern, Stefan Rössner, Karl Wilke und Manfred Schneider

Der nächste Schritt

Als weitere Maßnahme ist die Absicherung der Bauten geplant. Ich bot der Revierleitung vor etwas für diese Population der Waldameisen zu tun. Mir wurde zugesagt, dass die Waldeckische Domanialverwaltung Holzpfosten in ausreichender Zahl zur Verfügung stellt um die Ameisenbauten im Bereich der Mähflächen zu schützen.

Für jeden Ameisenbau sind je zwei Pfosten vorgesehen, diese werden vor und hinter den Ameisenbau gesetzt, damit mit einem Mähwerk die Bauten nicht mehr beschädigt werden. Diese Schutzmaßnahme ist nur ein geringer Eingriff in die Biosphäre der Ameise.

Das Siedlungsgebiet der Ameisen...

Karte

Der erste Arbeitseinsatz...

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©2021 WebMaster – Schornsteinfegermeister Gündling – Letzte Aktualisierung: 11.10.2021 20:30

 

 

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