Holzfeuchte
Schornsteinfegermeisterbetrieb Stephan Gündling

Holzfeuchtemessung

Holz besitzt sogenannte hygroskopische Eigenschaften, d. h. es stellt sich im Holz je nach äußeren Bedingungen eine gewisse Feuchte, die sogenannte Ausgleichsfeuchte ein. Soll das Holz für den vorgesehenen Einsatz möglichst wenig Arbeiten, ist es von Vorteil die Holzfeuchte vor der Verarbeitung zu ermitteln.

Tipps-4 rotNur gut getrocknetes Holz bringt eine gute Heizleistung!

Holzstapel

Durchschnittliche Trocknungsdauer Brennholz

Für die Trocknung von Scheitholz sollten folgende Einflussgrößen beachtet werden.

  • Oberflächenbeschaffenheit und Holzart
  • Wassergehalt  
  • Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Windstärke bzw. Windrichtung   
  • Scheitholzdicke
  • Verhältnis von der Querschnittsfläche zum Volumen / Scheitholzlänge
  • Jahreszeit der Baumfällung  – (im Winter hat ein Baum weniger Wasser eingelagert)

Bei optimaler Lagerung können Sie mit einer durchschnittlichen Trocknungsdauer, je nach Holzart, zwischen ca. 4 – 15 Monaten rechnen.

 

Holzart

Ø Trocknungszeit

GrünerKreis

Buche

ca. 250 Tage

GrünerKreis

Birke

ca. 125 Tage

GrünerKreis

Eiche

ca. 450 Tage

GrünerKreis

Fichte

ca. 195 Tage

GrünerKreis

Kiefer

ca. 195 Tage

Optimal zum Trocknen ist eine Kreuzlagerung mit 5 cm – 10 cm Abstand von Holzscheit zu Holzscheit, das heißt: Eine Lage quer, eine längs geschichtet, damit  die Luft gut zirkulieren kann.

Verschiedene Methoden um die Holzfeuchte zu ermitteln

dataIconDarrtrocknung
dataIconDielektrische Holzfeuchtemessung
dataIconHolzfeuchtebestimmung über die relative Luftfeuchte
dataIconWiderstands - Kontaktfeuchtemessung mit Einstech - Elektroden

1. Darrtrocknung

Mit dieser Methode lässt sich die Holzfeuchte am genauesten ermitteln. Allerdings ist der Aufwand sehr hoch. Ein Probestück wird bei 103° C solange getrocknet bis keine Gewichtsabnahme mehr feststellbar ist. Dieser Vorgang dauert ca. 24 Stunden. Nach der Abkühlung in einem  Exsikkator (vereinfacht Luftdichtes Behältnis) werden die darrtrockenen Einzelstücke erneut gewogen.

2. Dielektrische Holzfeuchtemessung

Die Messung der Materialfeuchte erfolgt hier indirekt über die Bestimmung der Dielektrizi- tätskonstante. (Permittivität, lateinisch =  erlauben, überlassen, durchlassen) Die Kapazitätsmes- sung erfolgt über ein hochfrequentes elektrisches Feld, die das Material störungsfrei durchdringt. Bei dieser  Messung entstehen am Holz keine sichtbaren Schäden, da die Messung kontaktlos, bzw. nur durch Auflegen des Messgerätes erfolgt.

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3. Holzfeuchtebestimmung über die relative Luftfeuchte

Die Holzfeuchte wird hier anhand der aktuellen Luftfeuchte ermittelt. Der Zusammenhang besteht darin, dass  sich die Holzfeuchte der Luftfeuchte anpasst, also ein Gleichgewicht bildet. Hier benutzt man ein Aspirations-Psychrometer um die Luftfeuchte zu bestimmen.

4. Widerstand- Kontaktfeuchtemessung mit Einstech-Elektroden

Beim Widerstandsmessverfahren kann bei einer zu erwartenden Holzfeuchte von u < 7 % (hier ist der Widerstand wegen des geringen Wasseranteils sehr hoch) und u > 28 % (der elektrische Widerstand ändert sich bei weiterer Zunahme des Wasseranteils nur noch geringfügig) nicht zuverlässig eingesetzt werden. Im Bereich zwischen 7% und 28% Holzfeuchte korreliert der elektrische Widerstand gut mit dem Wasseranteil im Holz. Ab einer Holzfeuchte von ca. 28% ist  etwa die chemische Wasseraufnahmefähigkeit des Holzes erreicht. Man nennt dies auch  Fasersättigungspunkt, oder genauer Fasersätti- gungsbereich (FSB). Steigt der Wasseranteil im Holz weiter, so wird zusätzlich freies Wasser in die Zellhohlräumen eingelagert, die Leit- fähigkeit, bzw. der elektrische Widerstand verändert sich nur noch geringfügig. Eine Messung einer höheren Holzfeuchtigkeit mit diesem Verfahren ist  nicht möglich.

Ich setze nur hochwertige Messgeräte, wie z. B. ein Wöhler HF 550 ein.

Wöhler - HF 550

Foto: © Wöhler Technik GmbH

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©2021 WebMaster – Schornsteinfegermeister Gündling – Letzte Aktualisierung: 16.05.2021 14:00

 

 

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